Aktuelle Nachrichten

02.04.2009
Generalversammlung 2009: vom Verein zum Verband

Die ordentliche Generalversammlung des Vereins des Bündner Staatspersonals (VBS) fand am 27. März 2009 in Chur statt. Die Annahme der revidierten Statuten und die Wahl von zwei neuen Vorstandsmitgliedern waren die wichtigsten Traktanden der Jahresversammlung.

Die rund 130 anwesenden Mitglieder haben mit der Annahme der Vereinsstatuten auch der Namensänderung vom Verein zum Verband zugestimmt. Demnach heisst der VBS, der sich wie bis anhin für die Förderung der beruflichen, wirtschaftlichen, sozialen und rechtlichen Interessen seiner Mitglieder einsetzt, neu Verband des Bündner Staatspersonals. Aktivmitglieder können neu nicht mehr ausschliesslich Kantonsangestellte, sondern auch Mitarbeitende der Gemeinden oder anderer öffentlichrechtlicher Körperschaften werden. Zudem wurde der Status der Passivmitgliedschaft eingeführt. Dieser Status gilt für Aktivmitglieder, welche ihre Tätigkeit im öffentlichen Dienst aufgeben, jedoch weiterhin Verbandsmitglieder bleiben wollen. Passivmitglieder profitieren von allen Vergünstigungen des VBS. Dies gilt namentlich für Hypothekardarlehen und Krankenversicherungen.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Josef Senn und Reinhard Stoffel. Sie treten die Nachfolge von Oskar Kalser und Franco Giacometti an, welche von der Generalversammlung mit einem kräftigen Applaus verabschiedet wurden. Auch die weiteren statutarischen Sachgeschäfte gaben zu keinen grossen Diskussionen Anlass. Die Jahresrechnung 2008 schloss mit einem Verlust von rund 5'500 Franken ab. Veranschlagt worden waren laut den Ausführungen von Präsident Gion Cotti Mehrausgaben von 3'300 Franken.    

Werner Finck, Vorsteher des Personalamtes, orientierte über anstehende Personalfragen wie die neue Funktionsbewertung, das Gesundheitsprogramm des Bundes „Verwaltung bewegt“, die anonyme Anlaufstelle für psychologische Beratung für Mitarbeitende sowie die Integration von Menschen mit Behinderung. Gastreferent an der diesjährigen Generalversammlung war Regierungsrat Claudio Lardi. Er betonte in seiner Ansprache die Verletzlichkeit des globalen Wirtschaftssystems, das durch Gier und Skrupellosigkeit an den Rand des  Kollapses gelangt sei. Gerade in Zeiten der Unsicherheit und Umbrüche werde die Arbeit der öffentlichen Verwaltung noch bedeutsamer. Die Arbeit des Staatspersonals sei denn auch letztlich der Gradmesser, an dem sich die Qualität des Rechtsstaates ablesen lasse.

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