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07.05.2007
Ein gelungenes Fest für 100 Jahre VBS
Gut 300 Mitglieder und Gäste haben schlussendlich den Weg nach Domat/Ems gefunden, und sie haben es nicht bereut. Nach dem Apéro folgte das Formelle, Flurin Caviezel als Moderator und VBS-Präsident Gion Cotti führten durch die kurze Generalversammlung 2007 mit den Grussbotschaften von Gemeindepräsident Peter Wettstein sowie Standespräsidentin Agathe Bühler. Nachher ging es zum festlichen Teil mit einem reichhaltigen Abendessen, mit Musik, mit den Ansprachen von Regierungsrätin Eveline Widmer -Schlumpf und Zentralpräsident Urs Stauffer sowie als besonderes Highlight die kabarettistischen Einlagen von Flurin Caviezel.
Die ordentliche Generalversammlung und die 100-Jahr-Feier des Vereins des Bündner Staatspersonals (VBS) fanden am 4. Mai 2007 in Domat/Ems statt. Präsident Gion Cotti konnte rund 300 Vereinsmitglieder und Gäste an der Jubiläumsfeier begrüssen. Die statutarischen Geschäfte gaben zu keinen Diskussionen Anlass. Finanzchefin Maria Pfister konnte für das Jahr 2006 einen Reingewinn von rund 13'000.00 Franken ausweisen. Zu diesem erfreulichen Rechnungsabschluss haben hauptsächlich Wertschriftengewinne und Versicherungsprovisionen beigetragen. Im Budget war für das Jahr 2006 ein Mehraufwand von 2'000 Franken veranschlagt worden.
Neu in den Vorstand gewählt wurde Franco Giacometti. Er tritt die Nachfolge von Francesca Tambornino an, welche von der Generalversammlung mit einem kräftigen Applaus verabschiedet wurde. Für eine weitere dreijährige Amtsperiode wurden – neben Präsident Gion Cotti – auch die bisherigen Vorstandsmitglieder Richard Atzmüller, Andreas Cabalzar, Oskar Kalser, Maria Pfister, Peter Stirnimann und Marco Wieland gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden auch Revisor Albino Plozza und die Revisorinnen Prisca Sgier und Therese Braschler.
Präsident Gion Cotti stellte seine Jubiläumsansprache unter dem Motto „Vordenken und Nachdenken“. Das Jubiläum dürfe nicht mit der Vergangenheit und dessen Würdigung sein Bewenden haben. Jubiläen, die sich in sentimentalen, historisch „gestylten“ Betrachtungen verlieren, führten zur Erstarrung. Sinn gebe das historische Jubiläum erst, wenn es auch die Erneuerung zum Thema mache.
Dank der Beharrlichkeit des Vereins und der zumindest vorhandenen Gesprächsbereitschaft der Regierung sei es dem VBS in den letzten 100 Jahren oft gelungen, seine Wünsche und Forderungen durchzusetzen oder zumindest den Schaden für seine Mitglieder zu begrenzen, zitierte Standespräsidentin Agathe Bühler aus der Festschrift. Dass der Verein „damals wie heute mehr Bedenken gegenüber der Politik des Grossen Rates als gegenüber der Regierung“ habe, sei für sie doch eher „starker Tabak“. Der Grosse Rat, welcher die politische Verantwortung für das rechtsstaatliche Funktionieren des Kantons trage, sei als Arbeitgeber nämlich für den VBS wohl manchmal unbequem, aber nicht unberechenbar.
Zu seiner hundertjährigen Erfolgsgeschichte, in der zahlreiche Diskussionen zwischen den Personalvertretern und der Regierung geführt wurden, gratulierte dem VBS auch Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf. In all den Jahren sei eines gleich geblieben: Es brauche eine starke kantonale Verwaltung insbesondere auch als Gegengewicht zu gewissen gesellschaftlichen Negativerscheinungen. Dieser Auffassung konnte sich auch Zentralpräsident Urs Stauffer anschliessen, welcher dem VBS die Glückwünsche des Zentralverbandes Staats- und Gemeindepersonal Schweiz überbrachte. Gemeindepräsident Peter Wettstein gratulierte dem VBS in seiner Grussbotschaft ebenfalls zum 100-Jahr-Jubiläum. Für Domat/Ems sei es eine Ehre, dass der VBS sein Jubiläum in seiner Gemeinde feiere.
Moderiert hat die Jubiläums-GV der Bündner Kabarettist Flurin Caviezel und für die musikalische Untermalung sorgte die Gruppe Schilter mit Valentin Kessler, Reto Senn, Urs Senn und Rico Punzi.