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17.03.2006
Eine Generalversammlung mit Platzhirschen
Rund 130 Mitglieder und Gäst fanden sich im Saal des Marsöl zur diesjährige Generalversammlung ein. Neben den statuarischen Geschäften fand vor allem das humorvolle Referat von Regierungsrat Stefan Engler über Platzhirsche in der Natur und ihre Artverwandten in der Verwaltung ein begeisterte Resonanz viel - bestätigenden - Beifall unter der Anwesenden.
Die statutarischen Geschäfte gaben zu keinen grossen Diskussionen Anlass. Finanzchefin Maria Pfister konnte für das Jahr 2005 einen Reingewinn von rund 4'600 Franken ausweisen. Im Voranschlag 2005 waren Mehreinnahmen von 5'000 Franken vorgesehen. Neu in den Vorstand gewählt wurden Oskar Kalser und Marco Wieland. Sie ersetzen die bisherigen Vorstandsmitglieder Jürg Barandun und Giusep Quinter, welche von der Generalversammlung mit einem kräftigen Applaus verabschiedet wurden. Als neue Revisorin ist Therese Braschler gewählt worden. Sie ersetzt Giuliano Crameri, dem ebenfalls ein kräftiger Applaus für seine Verdienste beschieden war. Reges Interesse fanden die Ausführungen von Andreas Cabalzar, welcher die Versammlung über die Finanzlage der Kantonalen Pensionskasse orientierte. Diese war Ende 2005 ausfinanziert und der Deckungsgrad konnte stabilisiert werden. Bis spätestens in zehn Jahren gilt es, Wertschwankungsreserven in der Grössenordnung von 15 Prozent aufzubauen und damit den Handlungsspielraum der Kasse zu erweitern.
Als wichtigstes Sachgeschäft des laufenden Vereinsjahres bezeichnete Präsident Gion Cotti die anstehende Revision der kantonalen Personalgesetzgesetzgebung. Eine weitere Herausforderung bildet die Revision des kantonalen Steuergesetzes. Im Rahmen dieser Revision erwartet der VBS eine steuerliche Entlastung des Mittelstandes und der Familien. Aber auch die Anhebung der Kinderzulagen auf mindestens 200 Franken und der Ausbildungszulagen auf mindestens 250 Franken ist ein prioritäres Anliegen des VBS.
Gastreferent an der diesjährigen Generalversammlung war Regierungsrat Stefan Enlger, Vorsteher des Bau-, Verkehrs- und Forstdepartementes Graubünden. Die "Sorgen eines Platzhirsches" in Wald und Flur verglich er in seiner geistreichen Ansprache mit den Alltagssorgen der Kantonsangestellten mit den "Platzhirschen" in ihren Fluren und Büros. Im Wald wie in kantonalen Büros gebe es scheue Rehlein, schlaue Füchse und Frechdachse. Mitten drin stünden die röhrenden Platzhirsche. "Sie machen viel Lärm um nichts, müssen ihr Revier gegen Nebenbuhler verteidigen und haben manchmal Mühe, ihr Rudel zusammenzuhalten" war die Schlussfolgerung von Regierungsrat Stefan Engler über die Sorgen der Platzhirsche jedwelcher Art.
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